Sonnenenergie für Westafrika e.V.

SEWA ist ein gemeinnütziger Verein, der an der Verbesserung der Lebensbedingungen in Westafrika arbeitet. Verschiedene Projekte rund um Solarenergie werden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern realisiert und langfristig verfolgt.

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Wir finanzieren unsere Arbeit fast ausschließlich mit Spenden. Mit einer Vereinsmitgliedschaft, einer Projektkooperation oder einer Spende können Sie unsere Projektarbeit in Burkina Faso unterstützen.

Neues SEWA-Faltblatt: "Solarenergie als Chance für Burkina Faso"

Sie wollten schon immer einmal Ihren Bekannten oder Kollegen von unseren Projekten in Burkina Faso erzählen? Sie möchten SEWA unterstützen, indem Sie ein neues Vereinsmitglied werben? Sie möchten Ihrer Schule oder Ihrer Firma vorschlagen, die Partnerschaft für ein Elektrifizierungsprojekt in Westafrika zu übernehmen? Da es bei solchen Gelegenheiten oft hilfreich ist, etwas Handfestes präsentieren zu können, haben wir ein neues SEWA-Informationsblatt erstellt. In dem vierseitigen Folder "Solarenergie als Chance für Burkina Faso" werden unsere beiden größten Projekte Licht für Schulen und Licht für Krankenstationen anschaulich vorgestellt.



Sie können sich die Broschüre hier in der digitalen Version herunterladen. Bei Interesse schicken wir Ihnen gerne einige Exemplare des Faltblatts zu. Schreiben Sie uns hierzu bitte eine Email mit Ihrer Adresse und der gewünschten Anzahl an info@solar-afrika.de.


Der Druck des Informationsblattes wurde uns übrigens durch eine Projektförderung der Deutschen Bank ermöglicht. Dabei haben wir besonders auf den Schutz der Umwelt geachtet: Für den Druck wurden Farben auf Basis nachwachsender Rohstoffe und zertifiziertes Recyclingpapier verwendet.


Weihnachtsrundschreiben 2010


Liebe Mitglieder und Freunde,

ein weiteres Jahr ist fast vorbei - und wieder habe ich die Gelegenheit, Ihnen von einigen aktuellen Entwicklungen unserer Vereinsarbeit zu berichten. Für SEWA geht 2010 ein turbulentes Jahr mit zahlreichen Veränderungen in Organisation und Struktur zu Ende. Trotz dieser Widrigkeiten konnten wir unser Engagement und unsere Projektaktivitäten stärken und für die Zukunft auf eine solide Grundlage stellen. Hierbei konnten wir auf der lobenswerten Einsatz unsere Mitarbeiter in Burkina Faso bauen sowie vieler ehrenamtlich arbeitende Freiwillige in Deutschland. Vor einem Jahr musste ich Ihnen an dieser Stelle berichten, dass unsere beiden „ausreisefertigen“ Freiwilligen, Marco Obrecht und Stefan Haussner, Ihren Dienst in Burkina Faso nicht antreten konnten, da uns die Entsendung von Freiwilligen aus Sicherheitsgründen durch das Auswärtige Amt kurzfristig untersagt worden war. Die Voraussetzungen für die Entsendung von Freiwilligen haben sich seither nicht verbessert.

Mitte dieses Jahres wurde das Ausreiseverbot für kurze Zeit aufgehoben. Dieser Lichtblick währte aber nur zwei Monate denn die Ausreisesperre wurde wenig später wieder auf unbestimmte Zeit verhängt. Dieses sehr hektische Verhalten der Behörden lässt momentan keine Planungssicherheit für einen soliden und erfolgreichen Freiwilligendienst nach unseren Vorstellungen zu. Für SEWA war nun klar, dass wir die Aufgabe der Freiwilligen umdisponieren mussten. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt welche hervorragende Leistung unsere Freiwilligen in den letzten 10 Jahren unter großem persönlich Einsatz gezeigt haben. Der Fokus unserer Freiwilligen lag in der Kommunikation zwischen Burkina Faso und Deutschland, der internen und externen Dokumentation, Berichterstattung aus unseren Projekten sowie einigen organisatorischen Aufgaben. Als treuer Leser dieses Rundschreibens werden Sie es gewohnt sein an dieser Stelle ein aufwendig gestaltetes kleines Heft in den Händen zu halten mit verschiedenen bebilderten Berichten über unsere Aktivitäten. Meist ergänzt durch eine CD mit weiteren Videos und Photomaterial. Sollten Sie in den letzten Jahren Geld für unsere Projekte gespendet haben, konnten Sie nach Abschluss der Projekt jeweils eine aufwendige Dokumentation inklusive ausführlichem Videomaterial und Photos in Empfang nehmen. Diese Arbeiten zählten zu den Aufgaben unserer Freiwilligen. Sie sind ein wichtiger Baustein der Entwicklungsprojekte bei SEWA und ein wichtiger Baustein, um eine hohe Qualität der Projektdokumentation für unsere Spender zu erreichen. Um diesen Standard zu halten müssen Aufgaben nun neu verteilt werden. Noch ist uns dies nicht zu 100% gelungen, weshalb Sie dieses Jahr eine etwas kleinere Ausgabe unseres Newsletters erhalten. Wir hoffen, nächstes Jahr wieder an die alte Form anknüpfen zu können und freuen uns über jede helfende Hand Im Bereich der Projektdokumentation konnten wir durch die gezielte Schulung unserer burkinischen Mitarbeiter große Erfolge erzielen und den Wegfall der Freiwilligen fast vollständig kompensieren. Unsere ehrenamtlichen deutschen Mitarbeiter sind im Rahmen unterschiedlicher Projekte dieses Jahr nach Burkina Faso gereist und haben die Gelegenheit des Aufenthalts genutzt, um unseren burkinischen Mitarbeiter für diese Aufgaben auszubilden, die Sie nun zusätzlichen übernehmen werden. Das Portfolio an Aufgabe ist breit gefächert: Während der Elektrifizierung von Schulen und Krankenstationen muss Video- und Photomaterial aufgezeichnet und aufbereitet werden (siehe z.B. http://solar-afrika.de/story/video). Dazu zählen der professionelle Videoschnitt und die Nachvertonung des Materials die einen geübten Umgang mit dem PC erforderlich macht. Selbiges gilt für die Bearbeitung des Photomaterials und eine professionelle Projektdokumentation. Nach erfolgreicher Schulung sind unsere burkinischen Mitarbeiter nun in der Lage, diese Aufgaben weitestgehend selbstständig zu übernehmen. Ihr Können konnten sie bereits vielfach unter Beweis stellen. Der Bedarf war wie in den Jahren zuvor sehr groß! Insgesamt hat SEWA zusammen mit unseren lokalen Partnern in diesem Jahr 12 Schulen und Krankenhäuser elektrifizieren können. Durch das besondere Engagement der Schüler, Eltern und Lehrer des Hegel-Gymnasiums in Stuttgart-Vaihingen konnten allein drei Schulen mit einer Solaranlage ausgerüstet werden. Unser besonderer Dank geht an Marco Obrecht, der diese Zusammenarbeit möglich gemacht hat. Ich möchte darüber hinaus die Gelegenheit wahrnehmen, unseren langjährigen Spender dem Gymnasium Fürstenried West zu danken. Die dortige Burkina-Faso-Gruppe hat durch ihre Spendenaktionen allein in diesem Jahr die Finanzierung für die Solaranlagen in zwei Schulen und zwei Krankenstationen ermöglicht. Außerdem ist an dieser Stelle der Humboldt Solar GbR und dem Humboldt Gymnasium Düsseldorf zu danken, die zusammen für die Elektrifizierung der Grundschule Saya gespendet haben sowie der Firma revotec energy GmbH aus Leonberg, die die Installation einer Solaranlage in Sergoussouma möglich gemacht hat. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen wenigen Ausschnitten einen Eindruck von unserer Arbeit vermitteln – und wünsche mir, dass Sie uns dabei auch künftig weiter so intensiv unterstützen. Im Namen des Vorstands und aller Aktiven des Vereins wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Fest und ein gutes Jahr 2011!

 
Philip Mewes

Weihnachtsnewsletter 2010 (pdf)


Projektreferenz: 

Burkinische Printmedien im Internet

Wer sich über tagesaktuelle und themenübergreifende Vorgänge in Burkina Faso und Westafrika informieren möchte hat es bei europäischen und vor allem deutschen Medien meist schwer. Wenn nicht gerade einen Bürgerkrieg an der Elfenbeinküste ausbricht, französische Areva-Mitarbeiter im Niger oder Mali entführt werden oder in Ouagadougou in einer Nacht so viel Regen fällt wie in einem Jahr dann sind ist in deutschen Zeitungen meist sehr wenig Information über diese Region zu lesen. Glücklicherweise erhält das Internet auch bei den burkinischen Zeitungen immer mehr Einzug. Viele unterhalten inzwischen eine Internet Seite mit aktuellen Informationen. Voraussetzung sind einigermaßen gute Französisch-Kenntnisse. Danach kann man sich ausführlich über die burkinische Präsidentschaftswahlen in diesem Jahr, die Erfolge der Nationalmannschaft (Les Etalons) oder über die Musik und Kulturszene im Land informieren: Viel Spaß bei der Lektüre!

SEWA Video Channel

Seit einigen Jahren wird die Arbeit unseres Partners SEWA Burkina nicht nur durch Texte und Fotos dokumentiert, sondern auch durch eine Vielzahl an kurzen Videos und Filmen. Deren Qualität hat sich stetig verbessert und professionalisiert. Inzwischen produziert SEWA Burkina in hochauflösendem HD Format! Zu verdanken ist diese Entwicklung vor allem dem Engagement der Freiwilligen vor Ort, die sich jedes Jahr mit neuen Ideen und Tatendrang der Produktion solcher filmerischer Dokumentation gewidmet haben. Das freut zum einen unsere Spender, aber auch alle die, die unsere Arbeit im Internet verfolgen. Alle bekommen einen direkten Einblick in unsere Arbeit und sind fast „live dabei“. Zur weiteren Verbreitung verfügt SEWA inzwischen über einen eigenen youtube-Kanal ( klick ). Eine Auswahl an Videos haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Erlös des Hegel-Spendenmarathons bringt 900 Grundschülern in Burkina Faso Licht und bessere Bildungschancen

Im Sommer 2009 organisierten die Schüler des Hegel-Gymnasiums in Stuttgart-Vaihingen einen großen Spendenmarathon und erliefen dabei über 10.000 Euro, die den Elektrifizierungsprojekten von SEWA in Burkina Faso zugute kommen.

Im März 2010 wurden nun in den ersten beiden Partnerschulen des Hegel-Gymnasiums Solaranlagen installiert, mit denen jede Nacht je zwei Klassenzimmer beleuchtet werden können. 580 Schüler der Grundschule in dem Dorf Pissila und 380 Schüler der Grundschule in Korizéna freuen sich darüber, dass ihre Schule nun jeden Abend in hellem Licht erstrahlt. Die 14 Lehrer der Partnerschulen sind froh, ihren Unterricht nun nicht mehr im dunklen Schein einer Petroleumlampe vorbereiten zu müssen. Zunächst wird die abendliche Nutzung der Klassenzimmer jedoch den Sechstklässlern vorbehalten sein, denn die müssen sich auf die im Mai anstehenden Abschlussprüfungen vorbereiten.

 

Projektreferenz: 

Weihnachtsrundschreiben 2009

Liebe Mitglieder und Freunde,

nachdem Ihnen an dieser Stelle während der letzten 10 Jahre Herr Dr. Maurer von den Aktivitäten unseres Vereins berichten konnte, habe ich nun seit November 2009 das Vergnügen diese Aufgabe als neuer Vorstand des Vereins zu übernehmen. Herr Dr. Maurer bleibt unserem Verein erfreulicherweise als stellvertretender Vorsitzender erhalten. Auf seine langjährige Erfahrung würden wir nur ungern verzichten wollen. Neben den erfahrenen Köpfen in der Vereinsstruktur sind wir auf das Engagement unserer jungen Mitglieder besonders stolz. So haben sich auch dieses Jahr wieder unsere rückkehrenden Freiwilligen Nils Goldbeck und Jan Sonntag dazu entschlossen SEWA e.V. in Deutschland personell zu verstärken. Beide haben ihren Freiwilligendienst in Ouagadougou mit großem Erfolg absolviert (mehr dazu ab Seite 1 in unserem Weihnachtsnewsletter), wurde auf unsere Mitgliederversammlung im November 2009 als neue Mitglieder des Vorstandes integriert und werden verschiedene Aufgaben im Bereich Organisation und Projektplanung übernehmen (HIER klicken, um das komplette Anschreiben zu lesen).

Unsere Freiwilligendienste, die für SEWA e.V. eine wichtige Stütze in der Vereinsarbeit einnehmen und seit 12 Jahren eine enorme Bereicherung für alle Beteiligten darstellen, mussten dieses Jahr einen Rückschlag einstecken.  Seit der Freiwilligengeneration 2008/2009 wird dieser Dienst durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Rahmen des „weltwärts“-Programms finanziell gefördert. Dieses Programm hat uns in die Lage versetzt, unsere Freiwilligen besser zu betreuen und unseren Partner vor Ort dabei zu unterstützen. Allerdings haben wir durch die Einbettung der Freiwilligendienste auch Kompetenzen abgeben müssen. Oblag es bisher der entsendenden Organisation zu entscheiden, ob die Sicherheitslage im Zielland eine Entsendung zulässt oder nicht und ob ggf. die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort verschärft werden mussten, so obliegt diese Aufgabe nun dem Bundesministerium, welches hier durch die Vielzahl der Einsatzstellen nur mit einer sehr generellen Lageeinschätzung agieren kann. Von dieser Regelung wurde SEWA e.V. leider mit voller Härte getroffen. Unsere beiden ausreisebereiten Freiwilligen Marco Obrecht und Stefan Haußner durften auf Grund eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes nicht nach Burkina Faso ausreisen, da dort nach Aussage des Amtes eine Gefahr von terroristischen Gruppierungen für unsere Freiwilligen ausgeht. Wir hoffen, dass diese Einschätzung im nächsten Jahr angepasst wird und eine erneute Entsendung von Freiwilligen zulässt.
Einziger Lichtblick in dieser sehr unerfreulichen und schwer nachvollziehbaren Wendung bleibt die Tatsache, dass sich Stefan Haußner, der keine andere Auslandsdienststelle finden konnte, trotzdem entschlossen hat unseren Verein weiter tatkräftig in Deutschland zu unterstützen (mehr dazu auf Seite 5 des Newsletters).

Natürlich bleiben wir auch ohne unsere Freiwilligen handlungsfähig, auch wenn wir ohne Sie auf den ständigen Komfort deutschsprachiger Ansprechpartner und Organisatoren in Ouagadougou verzichten müssen. So sind für 2010 eine Vielzahl von Projekten geplant. Diese betreffen sowohl die Elektrifizierung von Schulen und Krankenstation, als auch Investitionen in die Struktur unseres Partners in Burkina Faso. So ist in 2010 die Anschaffung eines eigenen PKW geplant. SEWA Burkina wird dadurch weniger Geld für die Anmietung eines Fahrzeugs ausgeben, um geplante Elektrifizierungen durchzuführen. Unsere Installationskosten verringern sich dadurch und es kommt effektiv ein noch größerer Teil unserer Spendengelder direkt bei den Empfängern an. Darüber hinaus werden wir unsere IT-Infrastruktur verbessern. Auch Burkina Faso verfügt inzwischen über mehr oder minder stabile Internetverbindung, auch wenn die Bandbreite noch hinter deutschen DSL Leitungen zurück bleiben. Durch besser PC’s und Netzwerkequipment können wir diese Ressource nutzen, um die Kommunikationen mit unseren burkinischen Mitarbeitern zu verbessern. Diese Investitionen stellen außerdem sicher, dass Sie sich auch in Zukunft die beeindruckenden Videodokumentationen unserer Arbeit anschauen können, die noch besser als jeder Newsletter und jedes Foto zeigt, wie positiv unsere Projekte in Westafrika aufgenommen werden (siehe: http://www.youtube.com/user/sewaburkina)

Aufmerksame Leser werden nachvollziehen können, dass SEWA e.V. auf beiden Kontinenten, in beiden Ländern, kontinuierlich gewachsen ist. In Deutschland zeigt sich das in einer beeindruckenden Zahl von Aktiven (eine Kurzübersicht finden Sie auf den Seiten 7 und 8 des Newsletters), welche die Basis unserer Arbeit darstellen. In Burkina Faso zeigt sich das durch eine Rekordzahl an elektrifizierten Schulen. Insgesamt 11 Schulen konnten seit dem letzten Weihnachtsrundschreiben mit einer solaren Beleuchtung versorgt werden! Die Dörfer Pougouzaibaogo, Moumomount Kindo, Firguindi, Nassoumbou, Bouro, Noufoundou, Tonon, Sadouin, Névri, Yagance, Bêma Silmi-Mossi und Saya besitzen nun eine Solaranlage. In letzterem Dorf konnte ich im Rahmen eines Besuches in Burkina Faso selbst an der Installation teilnehmen und kann Ihnen auch nach Jahren den beeindruckenden Effekt einer elektrischen Lichtquelle im nächtlichen Schwarz des ländlichen Westafrikas bestätigen.
Eine Vielzahl von Spendern haben diese Installationen möglich gemacht. U.a. war dies der Verein Focus e.V. Viernheim der die Elektrifizierung von drei Schulen in seiner Partnerkommune finanzierte. Weitere Spender war z.B. Schüler, Eltern und Lehrer des Gymnasiums Fürstenried, des Humboldt Gymnasiums Düsseldorf, der Grundschule Pfuhl und des Mörike Gymnasiums Esslingen sowie die Firmen CentroSolar, HumboldtSolar und Energy4u. Herr Sonntag, der während seines Freiwilligendienstes einen Großteil dieser Projekte begleitet hat, gibt Ihnen auf Seite 3 des Newsletters einen detaillierteren Einblick in diese Aktivitäten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen wenigen Ausschnitten einen Eindruck von unserer Arbeit vermitteln – und wünsche mir, dass Sie uns dabei auch künftig weiter so intensiv unterstützen.
Im Namen des Vorstands und aller Aktiven des Vereins wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Fest und ein gutes Jahr 2010!

 

Philip Mewes
 

Projektreferenz: 

Neue Solaranlagen in Satonévri

Focus e.V. Viernheim, der Verein zur Förderung der Partnerschaft zwischen Viernheim und Satonévri in Burkina Faso, hat die Installation von Solaranlagen in den drei Grundschulen der burkinischen Kommune ermöglicht. Im Rahmen seines Engagements für Bildung hat Focus e.V. mit dem deutsch-burkinischen Verein Sonnenenergie für Westafrika (SEWA) kooperiert, um die drei Grundschulen auch am Abend zu einem Ort des Lernens zu machen.

Die Grundschulen in den drei Ortsteilen Satonévris sind stark nachgefragt. Die seit Jahren stetig steigenden Schülerzahlen belegen, dass den Menschen in Sadouin, Tonon und Névri die Bedeutung von Bildung für ihre Zukunft bewusst ist. Auch die ältere Bevölkerung würde gerne noch Lesen und Schreiben lernen. Focus e.V. unterstützt die Partnerkommune Viernheims seit 1994 unter anderem bei der Erweiterung des Bildungsangebots. Der deutsche Verein finanzierte den Bau neuer Schulgebäude und übernimmt die Kosten für Schulmaterialien und Schulspeisungen.

Eine weitere Möglichkeit, das Bildungsangebot zu erweitern, ist die Organisation von Abendkursen. Doch Satonévri liegt weit entfernt vom Stromnetz und mit Untergang der Sonne wird es sehr schnell dunkel. Nach 18 Uhr kann in den Schulen nicht mehr gearbeitet werden und nur wenige Menschen besitzen Petroleum- oder Taschenlampen.
 
Um den Menschen in Satonévri das Lernen am Abend zu ermöglichen, startete Focus e.V. ein Kooperationsprojekt mit dem deutsch-burkinischen Verein Sonnenenergie für Westafrika e.V. (SEWA), der bereits 38 Schulen in Burkina Faso mittels Solaranlagen elektrifiziert hat. Dank seiner Sponsoren konnte Focus e.V. die Gesamtkosten des Projekts in Höhe von 7 800 Euro finanzieren.
 
Das Projekt beinhaltet die Installation von Photovoltaikanlagen in den Schulen von Tonon und Sadouin, mit denen jeweils zwei Klassenräumen der Schule beleuchtet werden können. Zusätzlich wurden an den beiden Schulen Außenlampen angebracht, wodurch auch die Schulhöfe erhellt sind. Die Anlagen speichern die tagsüber von den Photovoltaikmodulen generierte Energie in wartungsfreien Solarbatterien, mit denen am Abend dann pro Klassenraum fünf 11W-Energiesparlampen betrieben werden können. In Névri ist bereits eine Solaranlage vorhanden, die jedoch um sechs Lampen in dem neuen Anbau der Schule erweitert wurde. Die Photovoltaikpaneele der alten Solaranlage in Névri lagen bisher auf dem Boden im Hof der Schule. Wie auch in Tonon und Sadouin wurden die wertvollen Module jetzt in einem Metallrahmen auf den Dächern der Schulen montiert und fest mit den Dachträgern verschweißt. So sind sie bestmöglich vor Diebstahl geschützt.
 

Alle technischen Aufgaben der Installationen wurden von der burkinischen Elektrofirma MicroSow übernommen, die sich auf Photovoltaikprojekte in ländlichen Gebieten spezialisiert hat. Der Verein SEWA führte Sensibilisierungen mit den Lehrern und Elternvertretern der Schulen durch, um sie in die Nutzung und Wartung der Solaranlagen einzuweisen. Außerdem wird sich SEWA für zwei Jahre um die Projektverfolgung kümmern und die Schulen regelmäßig besuchen. So soll gewährleistet werden, dass die Solaranlagen den Schulen langfristig einen Nutzen bringt.

 

 

Der Nutzen, den die Menschen in Satonévri aus der nächtlichen Beleuchtung ihrer drei Schulen ziehen, ist deutlich spürbar. In Tonon finden nun schon seit Dezember 2008 Abendkurse statt, die von ca. 50 Teilnehmern besucht werden. Doch auch viele Schüler kommen jeden Abend in die Schule um noch einmal in Ruhe für sich den Unterrichtsstoff zu wiederholen. Nicht zuletzt profitieren auch die Lehrer von den solaren Installationen, da sie nun ohne Probleme jeden Abend an ihrem Schreibtisch arbeiten und so den Unterricht besser vorbereiten können. In Sadouin erwartet der Schuldirektor Herr Paul Zida eine ähnlich starke Nachfrage nach den beleuchteten Klassenräumen: „Die Elektrifizierung wird uns wirklich sehr helfen! Wir können nun Abendkurse anbieten und die Schüler und die Lehrer können sich abends auf Prüfungen oder auf den Unterricht vorbereiten.“ Er verspricht uns, dass die Lehrer und die Elternorganisation sich gemeinsam für die Instandhaltung der Solaranlage engagieren werden.

 

Schließlich hat es auch eine große Symbolkraft für die Bedeutung von Bildung, dass nun die Schulen die einzigen Gebäude mit elektrischer Beleuchtung in Satonévri sind, denn Elektrizität wird in dem burkinischen Dorf klar mit Fortschritt assoziiert. So sind die Menschen in Satonévri auf einem guten Weg, ihre Lebensumstände durch Bildung zu verbessern – und sind dabei froh, von ihrer deutschen Partnerstadt unterstützt zu werden. 

 

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