Sonnenenergie für Westafrika e.V.

Sonnenenergie für Westafrika e.V.

SEWA ist ein gemeinnütziger Verein, der an der Verbesserung der Lebensbedingungen in Westafrika arbeitet. Verschiedene Projekte rund um Solarenergie werden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern realisiert und langfristig verfolgt.

Elektrifizierung des CSPS und der Grundschule in Pathiri


Installation der Leitungen und Lampen in der Schule in Pathiri Ein weiterer Lichtblick in Burkina Faso: Bereits im März 2006 wurde im Dorf Pathiri ein Klassenraum der Grundschule durch SEWA elektrifiziert. Dank der Spende des Gymnasiums Fürstenried war es nun im Februar 2012 möglich, noch einen weiteren Raum der Schule und das nahe gelegene CSPS, die örtliche Krankenstation, mit Solar-Paneelen für lichte Abendstunden auszustatten. So bieten nun die beiden wohl wichtigsten Gebäude der kleinen Ortschaft auch nach Sonnenuntergang noch Licht zum Lernen und Arbeiten. Weiterlesen...

SEWA freut sich erneut über 5000€ Spendengelder der Econique Energy Masters 2012 Konferenz



Zum zweiten mal wurden wir zur Econique Energy Masters Konferenz eingeladen, um unseren Verein und die Projekte in Burkina Faso vorzustellen. Vor ca. 150 Vertretern der Industrie konnten wir SEWA präsentieren, von unseren aktuellen Projekten berichten und auf unsere Konzepte zur Energieversorgung im ländlichen Westafrika aufmerksam machen. Für die Elektrifizierung einer Schule bekamen wird einen Scheck über 5000€ überreicht. Wir danken dem Veranstallter und den Preisträgern des Econique Master Awards für die Spende Ihres Preisgeldes.


Die Pressemitteilung der econique group zu dieser Veranstaltung können Sie hier lesen.


Gando: Ein architektonisches Meisterwerk wurde nun mit einer Solaranlage ausgestattet


Francis Kéré stammt aus dem burkinischen Dorf Gando und konnte mit 19 Jahren dank eines Stipendiums ein Architekturstudium in Berlin beginnen. Während seiner Studienzeit entwarf Francis Kéré einen Neubau der Grundschule in Gando. Er legte sehr großen Wert darauf, sein Projekt sowohl an die Bedürfnisse als auch an die Möglichkeiten der Menschen in seinem Heimatdorf anzupassen. So erfand er beispielsweise eine neuartige Dachkonstruktion, die auf natürliche Weise eine bessere Durchlüftung der Räume sicherstellt. Außerdem achtete er darauf, möglichst lokal verfügbare Ressourcen wie Lehm zu verwenden.

Die Grundschule von Gando Das Projekt hatte sehr großen Erfolg. Als das erste Gebäude der Grundschule eröffnet werden konnte, waren nicht nur die Menschen in Gando begeistert. Das architektonische Meisterwerk fand auch international Anerkennung. Im Jahr 2004 wurde es mit dem renommierten Aga-Khan-Preis für Architektur ausgezeichnet und sogar das Museum of Modern Art in New York stellt das Projekt auf seiner Internetseite vor. In Deutschland wurde Francis Kéré dann einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als Christoph Schlingensief ihn für sein visionäres Vorhaben, in Burkina Faso ein Operndorf zu errichten, gewinnen konnte.

Die Solarinstallationen in Gando wurden vom Kepler-Gymnasium Pforzheim finanziert Das Kepler-Gymnasium Pforzheim ist die Partnerschule der Grundschule Gando. Eine Gruppe aus Schülern, Lehrern und Eltern rund um Peter Gloede engagierte sich für eine lebendige Partnerschaft. Einige Schüler reisten vergangenes Jahr nach Burkina Faso, um das Dorf Gando zu besuchen. Dort lernten sie den Alltag der Menschen kennen, die weit ab des öffentlichen Stromnetzes leben. Nach ihrer Rückkehr riefen sie das Projekt "Licht für Gando" ins Leben. Ziel des Projekts: Durch die Installation einer Solaranlage soll eine elektrische Beleuchtung der zentralen Schulgebäude ermöglicht werden. Für die Planung und Durchführung des Elektrifizierungsprojekts kooperierte die Gruppe mit unserem Verein Sonnenenergie für Westafrika e.V. (SEWA). Die Schüler machten sich auf die Suche nach Sponsoren und bewarben sich erfolgreich um eine Projektförderung von der Stiftung Entwicklungszusammenarbeit Baden-Württemberg. Für die Solarinstallationen in der Grundschule, der weiterführenden Schule und der Krankenstation stehen so bereits über 11.000 Euro zur Verfügung.

Montage der PV-Module auf dem Schuldach Derweil organisierte SEWA in Burkina einen technischen Vorbesuch, um die Solaranlage genau planen zu können. Am 16. Februar 2012 begannen die Elektrifizierungsarbeiten. Auf den Dächern der Grundschule und der weiterführenden Schule wurden Photovoltaikmodule montiert, die Gebäude wurden verkabelt und es wurden Energiesparlampen installiert, die nun die Klassenräum in den Abendstunden hell erleuchten. Natürlich begleitet das Team von SEWA die Installation nicht nur technisch, sondern sensibilisiert auch die Mitglieder der Elternorganisation und die Lehrer, sodass sie verantwortungsvoll mit der Solaranlage umgehen können. Peter Gloede hat über die Installation einen ausführlichen Photobericht erstellt.

Doch noch ist das Projekt in Gando nicht abgeschlossen: In den nächsten Wochen sind weitere Solarinstallationen geplant. So wird auch die neu gebaute Bibliothek mit elektrischem Licht ausgestattet und zwei solare Straßenlaternen sollen den Marktplatz des Dorfs abends beleuchten. Für SEWA ist das Projekt in Gando also nicht nur aufgrund der außergewöhnlichen Architektur der Gebäude eine spannende Erfahrung, sondern es ist auch ein Pilotprojekt, bei dem wir das erste Mal ein Solarsystem im Freien installieren werden. Wir sind gespannt darauf, ob dieses Konzept unsere Erwartungen in der Praxis erfüllen wird.

Neben der Batterie wird eine Plaquette mit Hinweisen zur Nutzung der Solaranlage angebrachtRege Teilnahme an den Diskussionen bei einem Treffen mit den Elternvertretern und Lehrern

Licht für Barani

Solaranlage auf dem Dach der Krankenstation Baranis
Seit dem 10. November erstrahlt das Dorf Barani im Nordwesten Burkina Fasos in neuem Glanz. SEWA konnte in dem Dorf gleich zwei Projekte auf einmal durchführen und sowohl die Grundschule, als auch die Krankenstation mit Solaranlagen ausstatten. Dies wurde durch die großzügigen Spenden der Econique Group (Schule) und der Eine Welt Initiative Braunau (Krankenstation) ermöglicht.

Schulkinder in Barani
Die Solaranlagen ermöglichen durch die Beleuchtung von Schule und Krankenstation dem Dorf völlig neue Möglichkeiten. Das Risiko bei nächtlichen Geburten und medizinischer Erstversorgung wird stark gesenkt und die Schule kann nun auch am Abend als ein Ort des Lernens genutzt werden.

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Großes Fest in Goumsin für die Besucherin aus München

Die Elektrifizierung der Krankenstation Goumsin wurde durch eine Spende des Gymnasiums Fürstenried-West ermöglichtDas Gymnasium Fürstenried-West in München ermöglicht durch das außergewöhnliche Engagement der Schüler und Lehrer in der Burkina-Faso-Gruppe jedes Jahr die Installation von Solaranlagen in mehreren Schulen und Krankenstationen in Burkina Faso. Die Schüler organisieren unter anderem jährlich einen Weihnachtsbazar sowie gut besuchte Burkina-Faso-Abende und sammeln damit Spenden für die Finanzierung der Projekte. Am 4. März 2011 unterzeichneten Vertreter der Schule und Dr. Maik Maurer - ehemaliger Schüler in Fürstenried-West und heute aktiv im Vorstand von SEWA - eine Kooperationsvereinbarung für neue Projekte im Jahr 2011. Die Projekte haben ein Gesamtvolumen von 12.000 Euro. Damit werden eine Krankenstation und zwei Schulen mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.

Der Besuch aus Fürstenried war in Goumsin Anlass für ein großes FestUnterdessen unternahm Frau Simone Liebal, Geographie-Lehrerin am Gymnasium Fürstenried-West, im Januar 2011 eine Reise nach Burkina Faso und besuchte dort unter anderem das Dorf Goumsin. Die Krankenstation von Goumsin profitiert heute dank des Engagements der Schüler in Fürstenried-West von einer elektrischen Beleuchtung in den Behandlungs- und Geburtsräumen. Somit wurde die Gesundheitsversorgung für über 6000 Menschen in den umliegenden Dörfern erheblich verbessert. In ihrem Reisebericht beschreibt Frau Liebal ihre Eindrücke während des Besuchs in Goumsin und wie sie von der Dorfgemeinschaft mit einem großen Fest begrüßt wurde:

"Als Geographie-Lehrerin ist es mir wichtig, dass ich Besonderheiten der Regionen, die im Unterricht thematisiert werden, möglichst authentisch vermitteln kann. Und Reisen ist eine meiner Leidenschaften. Was lag da näher als – passend zum Lehrplan der 8. Jahrgangsstufe und dem Thema „Afrika südlich der Sahara“ - nach Burkina Faso zu reisen?

Neues SEWA-Faltblatt: "Solarenergie als Chance für Burkina Faso"

Sie wollten schon immer einmal Ihren Bekannten oder Kollegen von unseren Projekten in Burkina Faso erzählen? Sie möchten SEWA unterstützen, indem Sie ein neues Vereinsmitglied werben? Sie möchten Ihrer Schule oder Ihrer Firma vorschlagen, die Partnerschaft für ein Elektrifizierungsprojekt in Westafrika zu übernehmen? Da es bei solchen Gelegenheiten oft hilfreich ist, etwas Handfestes präsentieren zu können, haben wir ein neues SEWA-Informationsblatt erstellt. In dem vierseitigen Folder "Solarenergie als Chance für Burkina Faso" werden unsere beiden größten Projekte Licht für Schulen und Licht für Krankenstationen anschaulich vorgestellt.



Sie können sich die Broschüre hier in der digitalen Version herunterladen. Bei Interesse schicken wir Ihnen gerne einige Exemplare des Faltblatts zu. Schreiben Sie uns hierzu bitte eine Email mit Ihrer Adresse und der gewünschten Anzahl an info@solar-afrika.de.


Der Druck des Informationsblattes wurde uns übrigens durch eine Projektförderung der Deutschen Bank ermöglicht. Dabei haben wir besonders auf den Schutz der Umwelt geachtet: Für den Druck wurden Farben auf Basis nachwachsender Rohstoffe und zertifiziertes Recyclingpapier verwendet.


Weihnachtsrundschreiben 2010


Liebe Mitglieder und Freunde,

ein weiteres Jahr ist fast vorbei - und wieder habe ich die Gelegenheit, Ihnen von einigen aktuellen Entwicklungen unserer Vereinsarbeit zu berichten. Für SEWA geht 2010 ein turbulentes Jahr mit zahlreichen Veränderungen in Organisation und Struktur zu Ende. Trotz dieser Widrigkeiten konnten wir unser Engagement und unsere Projektaktivitäten stärken und für die Zukunft auf eine solide Grundlage stellen. Hierbei konnten wir auf der lobenswerten Einsatz unsere Mitarbeiter in Burkina Faso bauen sowie vieler ehrenamtlich arbeitende Freiwillige in Deutschland. Vor einem Jahr musste ich Ihnen an dieser Stelle berichten, dass unsere beiden „ausreisefertigen“ Freiwilligen, Marco Obrecht und Stefan Haussner, Ihren Dienst in Burkina Faso nicht antreten konnten, da uns die Entsendung von Freiwilligen aus Sicherheitsgründen durch das Auswärtige Amt kurzfristig untersagt worden war. Die Voraussetzungen für die Entsendung von Freiwilligen haben sich seither nicht verbessert.

Mitte dieses Jahres wurde das Ausreiseverbot für kurze Zeit aufgehoben. Dieser Lichtblick währte aber nur zwei Monate denn die Ausreisesperre wurde wenig später wieder auf unbestimmte Zeit verhängt. Dieses sehr hektische Verhalten der Behörden lässt momentan keine Planungssicherheit für einen soliden und erfolgreichen Freiwilligendienst nach unseren Vorstellungen zu. Für SEWA war nun klar, dass wir die Aufgabe der Freiwilligen umdisponieren mussten. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt welche hervorragende Leistung unsere Freiwilligen in den letzten 10 Jahren unter großem persönlich Einsatz gezeigt haben. Der Fokus unserer Freiwilligen lag in der Kommunikation zwischen Burkina Faso und Deutschland, der internen und externen Dokumentation, Berichterstattung aus unseren Projekten sowie einigen organisatorischen Aufgaben. Als treuer Leser dieses Rundschreibens werden Sie es gewohnt sein an dieser Stelle ein aufwendig gestaltetes kleines Heft in den Händen zu halten mit verschiedenen bebilderten Berichten über unsere Aktivitäten. Meist ergänzt durch eine CD mit weiteren Videos und Photomaterial. Sollten Sie in den letzten Jahren Geld für unsere Projekte gespendet haben, konnten Sie nach Abschluss der Projekt jeweils eine aufwendige Dokumentation inklusive ausführlichem Videomaterial und Photos in Empfang nehmen. Diese Arbeiten zählten zu den Aufgaben unserer Freiwilligen. Sie sind ein wichtiger Baustein der Entwicklungsprojekte bei SEWA und ein wichtiger Baustein, um eine hohe Qualität der Projektdokumentation für unsere Spender zu erreichen. Um diesen Standard zu halten müssen Aufgaben nun neu verteilt werden. Noch ist uns dies nicht zu 100% gelungen, weshalb Sie dieses Jahr eine etwas kleinere Ausgabe unseres Newsletters erhalten. Wir hoffen, nächstes Jahr wieder an die alte Form anknüpfen zu können und freuen uns über jede helfende Hand Im Bereich der Projektdokumentation konnten wir durch die gezielte Schulung unserer burkinischen Mitarbeiter große Erfolge erzielen und den Wegfall der Freiwilligen fast vollständig kompensieren. Unsere ehrenamtlichen deutschen Mitarbeiter sind im Rahmen unterschiedlicher Projekte dieses Jahr nach Burkina Faso gereist und haben die Gelegenheit des Aufenthalts genutzt, um unseren burkinischen Mitarbeiter für diese Aufgaben auszubilden, die Sie nun zusätzlichen übernehmen werden. Das Portfolio an Aufgabe ist breit gefächert: Während der Elektrifizierung von Schulen und Krankenstationen muss Video- und Photomaterial aufgezeichnet und aufbereitet werden (siehe z.B. http://solar-afrika.de/story/video). Dazu zählen der professionelle Videoschnitt und die Nachvertonung des Materials die einen geübten Umgang mit dem PC erforderlich macht. Selbiges gilt für die Bearbeitung des Photomaterials und eine professionelle Projektdokumentation. Nach erfolgreicher Schulung sind unsere burkinischen Mitarbeiter nun in der Lage, diese Aufgaben weitestgehend selbstständig zu übernehmen. Ihr Können konnten sie bereits vielfach unter Beweis stellen. Der Bedarf war wie in den Jahren zuvor sehr groß! Insgesamt hat SEWA zusammen mit unseren lokalen Partnern in diesem Jahr 12 Schulen und Krankenhäuser elektrifizieren können. Durch das besondere Engagement der Schüler, Eltern und Lehrer des Hegel-Gymnasiums in Stuttgart-Vaihingen konnten allein drei Schulen mit einer Solaranlage ausgerüstet werden. Unser besonderer Dank geht an Marco Obrecht, der diese Zusammenarbeit möglich gemacht hat. Ich möchte darüber hinaus die Gelegenheit wahrnehmen, unseren langjährigen Spender dem Gymnasium Fürstenried West zu danken. Die dortige Burkina-Faso-Gruppe hat durch ihre Spendenaktionen allein in diesem Jahr die Finanzierung für die Solaranlagen in zwei Schulen und zwei Krankenstationen ermöglicht. Außerdem ist an dieser Stelle der Humboldt Solar GbR und dem Humboldt Gymnasium Düsseldorf zu danken, die zusammen für die Elektrifizierung der Grundschule Saya gespendet haben sowie der Firma revotec energy GmbH aus Leonberg, die die Installation einer Solaranlage in Sergoussouma möglich gemacht hat. Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen wenigen Ausschnitten einen Eindruck von unserer Arbeit vermitteln – und wünsche mir, dass Sie uns dabei auch künftig weiter so intensiv unterstützen. Im Namen des Vorstands und aller Aktiven des Vereins wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie ein frohes Fest und ein gutes Jahr 2011!

 
Philip Mewes

Weihnachtsnewsletter 2010 (pdf)


Burkinische Printmedien im Internet

Wer sich über tagesaktuelle und themenübergreifende Vorgänge in Burkina Faso und Westafrika informieren möchte hat es bei europäischen und vor allem deutschen Medien meist schwer. Wenn nicht gerade einen Bürgerkrieg an der Elfenbeinküste ausbricht, französische Areva-Mitarbeiter im Niger oder Mali entführt werden oder in Ouagadougou in einer Nacht so viel Regen fällt wie in einem Jahr dann sind ist in deutschen Zeitungen meist sehr wenig Information über diese Region zu lesen. Glücklicherweise erhält das Internet auch bei den burkinischen Zeitungen immer mehr Einzug. Viele unterhalten inzwischen eine Internet Seite mit aktuellen Informationen. Voraussetzung sind einigermaßen gute Französisch-Kenntnisse. Danach kann man sich ausführlich über die burkinische Präsidentschaftswahlen in diesem Jahr, die Erfolge der Nationalmannschaft (Les Etalons) oder über die Musik und Kulturszene im Land informieren: Viel Spaß bei der Lektüre!
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