CSPS Gambo

Sprechstunde im CSPS Gambo

Die Situation

Die Krankenstation des  Dorfes Gambo kümmert sich um die gesundheitliche Versorgung von etwa 6000 Einwohnern. Es umfasst fünf Gebäude: Im Dispensaire werden Sprechstunden abgehalten, im Salle d’Hospitalisation können bis zu neun Patienten stationär aufgenommen werden, im Case d’Attente erwarten Schwangere in den Wehen die Geburt ihrer Kinder. Die Maternité ist die Geburtsstation, in der monatlich bis zu 70 Kinder zur Welt gebracht werden, das Depôt bewahrt Medikamente und Verbandsmaterial auf.

Die Krankenstation verfügt weder über fließendes Wasser, noch Strom. Der Kühlschrank wird mit Gas betrieben. Unter diesen Umständen leidet besonders die Geburtsstation, da die meisten Kinder nachts zur Welt kommen. Die Hebammen müssen sich dann bei Geburten mit Taschenlampen behelfen, die zwischen Kopf und Schulter eingeklemmt werden. Bei andauernden Geburtsvorgängen oder mehreren Geburten in einer Nacht ist dies extrem beschwerlich.

Die Krankenstation hat bereits in der Vergangenheit selbst versucht, den Umstand zu beheben und aus Ersparnissen staatlich zugewiesenen Mittel selbst eine solare Beleuchtung umzusetzen. Leider hat die eigene Investition nur für eine unzureichende, minderwertige und unprofessionelle Installation gereicht, die den extremen Bedingungen der Sahelzone nicht genügt und nicht mehr funktioniert.

Unser Vorhaben

SEWA e.V. möchte die Geburtsstation und das Hospital mit einer professionellen Lichtinstallation von 20 Lampen ausstatten. Im Gespräch mit der Verwaltung des CSPS hat sich herausgestellt, dass die Elektrifizierung von zwei Gebäuden Priorität hat. In der Geburtsstation können zwölf Lampen die wichtigsten Räume ausleuchten, darunter den Kreißsaal, das Sprechzimmer, das Lager und den Wartebereich für Frauen in den Wehen. Das Hospital kann mit acht Lampen zureichend beleuchtet werden. Die Elektrifizierung wird durch unseren professionellen, lokalen Partner MicroSow (www.microsow.com) ausgeführt.

Projektkosten: 5410 €

Umsetzung:
Am 5. April 2016 haben im Gesundheitszentrum von Gambo eine Solaranlage installiert (siehe unten). Unser Projetkleiter Yéral Dicko wird Gambo weiterhin regelmäßig besuchen, um die zweckmäßige Nutzung und die regelmäßige Instandsetzung der Solaranlage zu kontrollieren.

Spender: 
Betterplace

Projektnews

Zwei neue Solaranlagen in Burkina Faso dank vieler Crowdfunding-Unterstützer

Unser Projektmanager Yéral Dicko war vom 5. bis 7. April 2016 wieder einmal mit dem Team der Firma MicroSow unterwegs, um in zwei Projekten von SEWA Solaranlagen zu installieren. Erstes Ziel war das Dorf Gambo. Das dortige Gesundheitszentrum hatte sich bereits 2012 bei SEWA beworben, um eine Beleuchtung für die Geburtsstation zu erhalten. In dieser Geburtsstation kommen jährlich etwa 1000 Kinder zur Welt. Viele dieser Geburten finden nachts statt. Da es in Gambo kein Elektrizitätsnetz gibt, wurden nächtliche Geburten bisher im Licht von Taschenlampen betreut. Das macht die Arbeit für die Hebammen äußerst schwierig und stellt ein ernstes Gesundheitsrisiko dar, wenn es bei der Geburt zu Komplikationen kommt. Dank der neuen Solaranlage ist dieses Problem aber nun gelöst. Zwei 80-Watt-Solarpaneele erzeugen genug Strom für acht Energiesparlampen, die den Kreißsaal und die Bettenzimmer hell beleuchten. Während der Installationsarbeiten blieb die Geburtsstation geöffnet und in eineinhalb Tagen kamen sieben Frauen zur Entbindung in die Station.

  

Zweites Ziel war das Dorf Djouma Mossi. Die dortige Schule wurde ebenfalls für die Aufnahme in das Elektrifizierungsprogramm ausgewählt. April ist der heißeste Monat in Burkina Faso und nicht selten steigt das Thermometer auf bis zu 40 Grad Celsius. Die Hitze macht den Technikern der Firma MicroSow besonders beim Montieren der Solarpaneele auf dem Dach und beim Verlegen der Kabel zu schaffen. Ermutigt von den vielen Dorfbewohnern, die gekommen sind um den Installationsarbeiten beizuwohnen und großes Interesse zeigen, schaffen es die Techniker, dass noch am Abend zum ersten Mal in Djouma Mossi das Licht eingeschaltet werden kann. Das Staunen ist groß wie hell die LED-Lampen die Klassenzimmer ausleuchten und die Schule von weither sichtbar machen. Sogar aus benachbarten Dörfern kommen zwei Schuldirektoren, um die neue Solaranlage in Djouma Mossi anzusehen. Sie erkundigen sich sogleich bei SEWAs Projektmanager Yéral Dicko, wie auch ihre Schule sich um eine solche Förderung bewerben kann.

  

Weitere Photos und Informationen sind auf den Projektseiten von Gambo und Djouma Mossi zu finden. Dort sind das Gesundheitszentrum und die Schule auch auf einer Karte markiert. Wenn man auf Satellitenansicht umstellt und hereinzoomt, erkennt man das Dorf Gambo und die Gesundheitsstation und in Djouma Mossi das Schulgebäude und etwas weiter entfernt den Stausee zur Bewässerung der Gemüsegärten.

Die beiden Projekt in Gambo und Djouma Mossi wurden ermöglicht durch die vielen Spenden, die SEWA e.V. über die Crowdfunding-Webseite erhalten hat. Im Namen der Menschen in Gambo und Djouma Mossi bedanken wir uns bei allen Spendern! Wir haben bereits zwei neue Solar-Hilfsprojekt ausgewählt, für die wir nun über Betterplace.org Spenden sammeln!

Projektreferenz: 

Online Spenden

SEWA versucht es mit Crowdfunding. Uns ist kurzfristig ein Spender für die Schule in Selbo abgesprungen. Das Projekt war schon fest geplant und die Termine für die Elektrifizierung festgelegt. Leider hat der Spender selbst finanziell zu kämpfen und kann das Projekt nicht mehr unterstützen. Wir wollen die Schule aber nicht hängen lassen, und haben deshalb ein Crowdfunding-Projekt auf Betterplace.org gestartet um über kleine Online-Spenden den Schülerinnen und Schülern in Selbo den Vorteil einer Solarlichtanlage zu ermöglichen. Unser Ziel: Bis Weihnachten wollen wir die nötigen Finanzen in der Tasche haben, um nächstes Frühjahr die Solaranlage installieren zu können.


Link: http://www.betterplace.org/de/projects/11199-licht-fur-schulen

Projektreferenz: 
Geolocation: 
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