Sonnenenergie für Westafrika e.V.

SEWA ist ein gemeinnütziger Verein, der an der Verbesserung der Lebensbedingungen in Westafrika arbeitet. Verschiedene Projekte rund um Solarenergie werden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern realisiert und langfristig verfolgt.

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Wir finanzieren unsere Arbeit fast ausschließlich mit Spenden. Mit einer Vereinsmitgliedschaft, einer Projektkooperation oder einer Spende können Sie unsere Projektarbeit in Burkina Faso unterstützen.

BMZ stoppt Ausreise von Freiwilligen

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), das für die Entsendung von Freiwilligen im Rahmen von Weltwärts zuständig ist, hat unter Verweis auf eine erhöhte Gefahrenlage vor der Bundestagswahl die Entsendung weiterer Freiwilliger in einer Reihe afrikanischer Länder überraschend ausgesetzt. Dieser Ausreisestop betrifft bedauerlicher Weise auch Burkina Faso und damit unsere beiden Freiwilligen Marco Obrecht und Stefan Haussner, die am 5. August Nils Goldbeck und Jan Sonntag in Ouagadougou hätten ablösen sollen.

Bei der Sicherheitswarnung handelt es sich um ein generell erhöhtes Risiko für Bundesbürger im Ausland, das neben Burkina Faso auch Länder wie Marokko und Ägypten betrifft. Wir nehmen die Warnungen, die sich auf Informationen des Auswärtigen Amtes stützen, sehr ernst. Unsere beiden aktuellen Dienstleistenden werden bis zu ihrer Ausreise in einigen Wochen keine weiteren Reisen in Burkina unternehmen.

Wir hoffen, dass die Lage nach der Bundestagswahl als sicherer eingeschätzt wird und die nächste Generation Freiwilliger schließlich die Arbeit aufnehmen kann.

 

Licht für die Grundschule von Saya

Das Humboldt Gymnasium Düsseldorf und die Humboldt Solar GbR spendeten grosszügig für ein Elektrifizierungsprojekt in Burkina Faso (wir berichteten). Im Juni 2009 konnte dank ihres Engagements die Grundschule des kleinen Dorfes Sayas in der Provinz Yatenga im Norden des Landes mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet werden.

Dazu können Sie nun hier einen kurzen Film ansehen:

 

Wir haben auch einen ausführlichen Bericht verfasst:

 

Zum Download hier klicken

 

Zusätzlich haben wir eine kleine Diashow mit Impressionen von der Elektrifizierung vorbereitet:

 

 

 

Projektreferenz: 

Die Grundschule Yagance hat eine Solaranlage bekommen

 

Der wichtigste Meilenstein des Projekts "Licht für Yagance" ist erreicht! Vor kurzem wurde in der Grundschule des Dorfes Yagance eine Solaranlage installiert. Das Besondere an diesem Elektrifizierungsprojekt ist, dass es unter anderem durch das Engagement von Inossa Guene ermöglicht wurde, der selber aus dem Dorf Yagance kommt. Heute lebt Inossa Guene mit seiner Frau Ilse Rüggenmann in Deutschland. Als die beiden vor einem Jahr von dem Verein SEWA hörten, beschlossen sie sich für eine Solaranlage in dem Heimatdorf von Inossa zu engagieren. Sie organisierten verschiedene Spendenaktionen und Partnerschaften mit der Grundschule Pfuhl und der Internationalen Schule Ulm / Neu-Ulm. So konnten sie viele Menschen dazu motivieren, das Projekt durch Spenden zu unterstützen. Nun können die Schüler und Lehrer in Yagance auch in den Abendstunden zum Lernen und Arbeiten in die Schule kommen. Die hell erleuchteten Klassenzimmer sind in der Nacht im ganzen Dorf ein sichtbares Zeichen dafür, dass Bildung den Menschen in Yagance wichtig ist. Mehr über das Projekt "Licht für Yagance" erfahren sie in dem Projektbericht:

 

 

Außerdem haben wir natürlich auch einen Kurzfilm über das Projekt erstellt, u.a. mit interesanten Aufnahmen darüber, womit sich burkinische Schüler in den Pausen die Zeit vertreiben:

 

 

Neuer SEWA-Projektfilm: "Elektrifizierung der Grundschule Noufoundou"

 

 

Eine Spende des Mörike Gymnasiums Esslingen machte es möglich, in der Grundschule Noufoundou im Norden Burkina Fasos eine Solaranlage zu installieren. Die Schüler aus Esslingen halfen dadurch, die Lernmöglichkeiten der Schüler in Noufoundou deutlich zu verbessern. Wie immer wurde auch diese Projekt von uns mit einem Projektfilm dokumentiert. Viel Spaß beim Anschauen!

                                                                                                                                                                                   Wir haben auch einen schriftlichen Bericht mit Photos über das Projekt "Licht für Noufoundou" erstellt. Die PDF-Datei gibt es hier zum Download (0,5 MB).                    

 

Längste SEWA-Mission aller Zeiten erfolgreich abgeschlossen!

Geplant hatten wir die Reise eigentlich schon für Januar. Wir hatten uns schon den Kopf zerbrochen um einen genauen Reiseplan zu erstellen, wir hatten unseren Besuch schon bei den Schulen angekündigt, die Paneele, Halterungen, Kabel, Lampen und Batteriekästen standen schon bereit - kurz: Wir saßen schon fast im Auto, als sich dann herausstellte, dass es in ganz Ouaga keine Solarbatterien mehr zu kaufen gab. Ohne Solarbatterien keine Elektrifizierungen und so mussten wir unsere Reise absagen.

Nun hat es aber endlich geklappt. Vom 13. bis 21. März 2009 waren wir auf Elektrifizierungsreise. Neun Tage - das war die längste SEWA-Missionsreise aller Zeiten! Aber es gab auch entsprechend viel zu tun: In fünf Schulen haben wir Solaranlagen installiert und nebenbei noch zwei bereits elektrifizierte Schulen nachbesucht, sowie eine Schule und zwei Krankenstationen vorbesucht. So war das Technikerteam der Firma MicroSow mit den Installationen voll ausgelastet und auch das SEWA-Team bestehend aus unserem burkinischen Mitarbeiter Yéral und den beiden Freiwilligen Jan und Nils war mit den Sensibilisierungstreffen mit den Elternvertretern und Lehrern in den zu elektrifizierenden Schulen und den Besuchen der anderen Projekte gut beschäftigt.

Die jetzt elektrifizierten Schulen haben sich teilweise schon 2006 um die Aufnahme in das SEWA-Schulenprogramm beworben. Nachdem sie dann im letzten Jahr vorbesucht wurden und mit den Verantwortlichen eine Vereinbarung über die Sicherheit, die Wartung und die Nutzung der Solaranlage getroffen wurde, stand einer Elektrifizierung nichts mehr im Weg. Diese wurde nun durch das Engagement unserer Projektpartner aus Deutschland ermöglicht: Die Firma Energy4u hat für die Elektrifizierung der Grundschule Pougouzaibaogo B gespendet, die Schüler des Mörike Gymnasiums Esslingen haben mit dem Erlös ihrer Projekttage die Finanzierung für eine Solaranlage in der Grundschule Noufoundou gesichert, von der Firma Centrosolar kam eine Sachspende von drei Photovoltaikpaneelen samt Kabeln und Laderegler und schließlich konnten einige Projekte auch durch eine Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Rahmen des Weltwärtsprogrammes finanziert werden.

Zurück in Ouaga gibt es nun für uns im Büro einiges zun tun: Viele Quittungen müssen zusammen- und abgerechnet werden, die Notizen und die 850 Fotos, die wärend der Reise entstanden sind, müssen sortiert und in Berichte umgewandelt werden und aus zweieinhalb Stunden Filmaufnahmen müssen die Projektfilme zusammengeschnitten werden. Die Früchte dieser Arbeit werden wir dann bald hier vorstellen - bis dahin schon mal ein paar erste Impressionen in Bildern:

 

 

Projektreferenz: 

Neue Schulkooperation mit dem Humboldt-Gymnasium Düsseldorf

Wer die Aktivitäten von SEWA e.V. schon länger Zeit verfolgt, wird bemerkt haben, dass die Elektrifizierung von Schulen im ländlichen Raum zu einem langjährigen und erfolgreichen Konzept des Vereins gehört. Wer aber denkt, dass Solarpanels nur auf burkinischen Schulen installiert werden, täuscht sich gewaltig.

Im Rahmen eines Klimaprogramms der Stadt Düsseldorf werden Bürgergesellschaften, die in Solaranlagen investieren wollen, öffentliche Dachflächen für Photovoltaikinstallationen zur Verfügung gestellt. Das Energieeinspeisegesetz garantiert den Betreibern der Anlage, dass sie ihren Strom in das öffentliche Stromnetz einspeisen dürfen und dafür eine fixe Vergütung erhalten.

Fünf Eltern des Humboldt-Gymnasiums Düsseldorf haben sich zur Humboldt Solar GbR zusammengeschlossen und als eine der ersten eine 30 kW Anlage auf dem Dach der Schule installiert.

 

Die Anlage ist Investment, was sich für die Gesellschafter in 15 bis 20 Jahren auszahlen soll. Gleichzeitig soll die PV-Anlage den Schülern des Humboldt-Gymnasiums die Thematik der regenerativen Energien und der Nachhaltigkeit näher bringen. Ein doppelter Gewinn also. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass sich die Gesellschafter der Humboldt Solar GbR entschlossen haben, ein Solarprojekt an der Grundschule Saya im Provinz Yatenga finanziell mit 1.000 € zu unterstützen. Am Humboldt-Gymnasium wird im Kollegium und der Schülerschaft darüber hinaus an einem Konzept gearbeitet, wie die Kooperation mit SEWA e.V. und einer burkinischen Schule am besten pädagogisch und organisatorisch umgesetzt werden kann. Auch hier sind bereits gut 1000 Euro zusammen gekommen.

Schulkooperationen bieten eine sehr gute Möglichkeit, Schülern in Deutschland die Ressourcenknappheit in Entwicklungsländern vor Augen zu führen. Zwei Schulen, mehr als 6000 km voneinander entfernt, beide mit einer Solaranlage auf dem Schuldach und mit ähnlichen Zielen! Die burkinische Schule ohne Anschluss an das allgemeine Stromnetz wird durch ihre PV-Anlage in die Lage versetzt, auch denjenigen Schülern in den Abendstunden Unterricht zu bieten, die tagsüber auf den Feldern arbeiten müssen. Wenn die Düsseldorfer Schüler auf den Lichtschalter drücken kommt der Strom zwar immer noch aus dem konventionellen Stromnetz, aber die Thematik der Nachhaltigkeit und der immer knapper werdende klassischen Energieressourcen sind gerade in den letzten Zeit in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit gerückt.

Die PV-Anlage auf dem Dach der Schule trägt einen großen Teil zur fachlichen Aufklärung bei und – über Umwege - auch im physikalischen Sinne zur Stromversorgung der Schule. Sensibilisierungmaßnahmen, wie sie in den burkinischen Schulen durchgeführt werden, verfolgen ein ähnliches Ziel. Verschärfend kommt in Burkina Faso selbstverständlich hinzu, dass die PV Anlage darüber entscheidet, ob ein Großteil der burkinischen Schüler überhaupt Zugang zu Bildung bekommt. Die Solaranlage ist oft die einzige Lichtquelle im Dorf und damit vor allem in den Abendstunden, die durch die Nähe zum Äquator schon gegen sechs Uhr Abends beginnt, Anziehungspunkt und sozialer Treffpunkt nicht nur für Schüler und Lehrer.

Während die burkinische Anlage einen essentiellen Beitrag zur Erhöhung der Bildung und Lebensqualität darstellt, muss auch in Deutschland verstärkt über alternative Energiequellen nachgedacht werden. Hier können beide Seiten viel voneinander lernen. In diesem Sinn sind wird guter Hoffnung, dass diese neue Kooperation vor allem durch die Düsseldorfer PV-Anlage zu einem besonders fruchtbaren, gegenseitigen Austausch wird.

Projektreferenz: 

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