Sonnenenergie für Westafrika e.V.

SEWA ist ein gemeinnütziger Verein, der an der Verbesserung der Lebensbedingungen in Westafrika arbeitet. Verschiedene Projekte rund um Solarenergie werden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern realisiert und langfristig verfolgt.

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SolarWorld fördert die Hilfsprojekte von SEWA

50 Solarpaneele von SolarWorld finden ihren Weg nach Burkina Faso

Im Juni 2012 war es endlich soweit: Nachdem alle bürokratischen Hürden der Einfuhr überwunden waren, konnten die burkinischen Mitarbeiter des Vereins Sonnenenergie für Westafrika e.V. (SEWA) endlich die Lieferung aus Deutschland im Hauptlager des Zolls in Ouagadougou abholen. Es handelte sich um 50 Solarmodule der Marke SolarWord mit einer Gesamtleistung von 3,75 kW, die im Rahmen des Hilfsprojekts Solar2World für die Projekte von SEWA in Burkina Faso gesponsert wurden.

Mit den gesponserten Solarmodulen werden nun in 15 Grundschulen und 5 Gesundheitszentren im ländlichen Raum Photovoltaikanlagen gebaut. Ziel des Projekts ist es, dass an den Projektschulen mehr Kinder den Grundschulabschluss erlangen. Im Gesundheitsbereich sollen die tragischen Fälle von Komplikationen bei Geburten verringert werden.

Doch die instabile politische Lage im Nachbarland Mali und die Intervention der französischen Armee im Januar 2013 haben auch Auswirkungen auf Burkina Faso und die Projektarbeit von SEWA. Mehrere Reisen zu den Projekten im Norden des Landes mussten kurzfristig aus Sicherheitsgründen abgesagt werden und einige Schulen und Gesundheitsstationen, denen die Aufnahme in das Elektrifizierungsprogramm in Aussicht gestellt wurde, mussten länger als geplant auf die Installation der Solaranlage warten. Dennoch konnte SEWA im ersten Jahr nach Ankunft der Solarmodule in Ouagadougou bereits in fünf Schulen und zwei Krankenstationen Solaranlagen aufbauen. In den Dörfern Gambo, Kampiti, Kolel, Djigo und Digatao können Lehrer und Schüler inzwischen dank des Solarstroms auch abends die Klassenräume für die Unterrichtsvorbereitung nutzen. Die Arbeitsbedingungen der Krankenpfleger und Hebammen in Bonsomnoré und Sabin haben sich seit der Elektrifizierung der Gesundheitszentren deutlich verbessert und die Behandlungs- und Geburtsräume sind nun auch nachts ausreichend beleuchtet.

 

 
 

 

Geburten müssen nun nicht mehr im Licht von Taschenlampen stattfinden

Für die von Solar2World geförderten Projekte hat SEWA Dörfer ausgesucht, in denen es keine Aussicht auf einen baldigen Anschluss an das nationale Stromnetz gibt. Die Gesundheitsstation in Sabin liegt beispielsweise 35 Kilometer vom nächsten Strommasten entfernt. Sie ist für über 5000 Menschen in den umliegenden Siedlungen die einzige Möglichkeit einer medizinischen Versorgung. Jeden Monat werden hier etwa 500 Patienten behandelt und 20 Geburten betreut. 80 % der Kinder kommen nachts zur Welt. Früher war die Taschenlampe daher das wichtigste Arbeitsinstrument der Hebammen. Sie klemmten sich die Lampe zwischen Kopf und Schulter um beide Hände frei zu haben, wenn sie die werdenden Mütter bei der Geburt unterstützen. Heute produzieren die vier SolarWorld-Photovoltaikmodule auf dem Dach der Gesundheitsstation elektrische Energie, die in Batterien gespeichert wird und nachts den Kreißsaal hell erleuchtet. So muss kein Kind mehr im Halbdunkel einer elektrischen Taschenlampe geboren werden und auch lang andauernde Geburten können von den Hebammen professionell begleitet werden.

 

 

 

Licht für Schulen

Die fünf Schulen, die bisher mit den Solarmodulen von SolarWorld elektrifiziert wurden, liegen 7 bis 37 Kilometer vom Stromnetz entfernt. Die meisten Familien in diesen Dörfern leben von dem, was sie in der kurzen Regenzeit auf ihren Feldern anbauen können. Nur die wenigsten können sich Batterien für Taschenlampen oder Öl für Petroleumlampen leisten. In den fünf Projektschulen besuchen insgesamt über 1000 Schüler den Unterricht. Genau gesagt sind es 566 Schülerinnen und 514 Schüler. Bei der Auswahl der Projektschulen achtet SEWA unter anderem darauf, dass die Lehrer und die Elternvertreter sich für gleiche Bildungschancen für Mädchen und Jungen einsetzen.

Auf die 1080 Schüler kommen insgesamt 24 Lehrer. Dies bedeutet eine durchschnittliche Klassengröße von 45 Schülern. Bei diesen Verhältnissen ist eine individuelle Förderung schwächerer Schüler schwierig bis unmöglich. Zudem können es sich viele Familien nicht leisten, alle ihre Kinder 6 Jahre zur Schule zu schicken, da sie auch im Haushalt und der Landwirtschaft Aufgaben übernehmen müssen. Dies führt dazu, dass an den Projektschulen oft weniger als 10 Schüler an den jährlichen Abschlussprüfungen für die Grundschule teilnahmen.

Nun verfügen die fünf Projektschulen jedoch über elektrisch beleuchtete Klassenzimmer. Dies gibt den Lehrern die Möglichkeit, in den Abendstunden ihren Unterricht vorzubereiten und die Hausaufgaben der Schüler zu korrigieren. Doch vor allem haben nun die Schüler der 5. und 6. Klasse einen Ort, an dem sie abends bei ausreichendem Licht und mit der nötigen Ruhe ihre Hausaufgaben erledigen und den Unterrichtsstoff wiederholen können. In den meisten Schulen organisieren die Lehrer der 6. Klasse in den Wochen vor der Abschlussprüfung ein intensive Lernphase. Zwei Wochen lang übernachten dann die Schüler in der Schule, um sich optimal auf die Examen vorzubereiten.

 

 

Langfristige Projektverfolgung und Ausweitung des Elektrifizierungsprogramms in den nächsten zwei Jahren

Sowohl die Gesundheitszentren als auch die Grundschulen werden nach der Installation der Solaranlagen von den lokalen Mitarbeitern des Vereins SEWA regelmäßig besucht. Die Verantwortung für die Instandhaltung und zweckgerechte Nutzung der Solaranlage wird jedoch lokalen Strukturen übertragen, wie zum Beispiel der Elternorganisation in den Grundschulen oder dem Verwaltungsbeirat der Gesundheitszentren. So wird ein langanhaltender positiver Effekt der Hilfsprojekte erzielt.

In den kommenden beiden Schuljahren wird SEWA dank der von Solar2World gesponserten Solarmodule weitere 10 Grundschulen und 3 Gesundheitszentren in das Elektrifizierungsprogramm aufnehmen.

 

 

Solaranlage für Kampiti

Am 14. Mai 2013 konnte SEWA die Grundschule Kampitis mit einer Solaranlage ausstatten. Dank der Spende der Firma Saferay kann das Dorf im Norden Burkina Fasos die Schule nun auch in den Abendstunden nutzen. Das ist wichtig in einer Gegend, in der die Alphabetisierungsquote zu den niedrigsten des Planeten gehört: Kinder können am frühen Abend ihre Hausaufgaben machen und sich auf Prüfungen vorbereiten und Erwachsene bekommen die Chance in Abendkursen Lesen und Schreiben zu lernen. Mehr Bilder zur Installtion gibt es auf http://flic.kr/s/aHsjJdtq3r und den ausführlichen Bericht finden Sie hier.

Projektreferenz: 

Praktika bei SEWA in Burkina Faso

SEWA e.V. bietet im Rahmen unserer bestehenden Entwicklungszusammenarbeit Praktika in Burkina Faso an. Die Praktika richten sich an Studenten im Diplom, Bachelor oder Master, die Interesse daran haben die Ziele und Projekte des Vereins Sonnenenergie für Westafrika e.V. in Burkina Faso durch technische Expertise und Projektarbeit zu unterstützen. Bei entsprechenden Voraussetzungen kann das Praktikum als Pflichtpraktikum oder Abschlussarbeit ausgestaltet werden. SEWA e.V. blickt auf 15 Jahre erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit in Westafrika zurück und fördert seit dem die Nutzung von Solarenergie, insbesondere im ländlichen Raum. Unsere Arbeit vor Ort wurde immer wieder durch Freiwillige unterstützt. Aus diesem Grund können wir, zusammen mit unseren zuverlässigen Partnern vor Ort, eine sehr gute Betreuungssituation bieten und blicken auf viele erfolgreiche Entsendungen zurück.

Die Geburtsstation in Bonsoumnoré erhält eine Solaranlage von SEWA

Etwa 25 km südwestlich der Provinzhaupstadt Ouahigouyah liegt das Dorf Bonsoumnoré. Für die Menschen in Bonsoumnoré ist der Zugang zu einer medizinischen Versorgung extrem schwierig. Das nächstgelegene CSPS (Centre de Santé et de Promotion Sociale) liegt fast 10 km entfernt. In einer Umgebung, in der die Bewohner keine Autos haben, ist dies für Kranke und für Frauen kurz vor der Geburt eine schier unüberwindbare Distanz. Daher hat die Dorfgemeinschaft selbstständig ein Gesundheitszentrum in Bonsoumnoré errichtet. In dem kleinen Gebäude, das hierfür gebaut wurde, können nun seit kurzem Geburten unter professioneller Begleitung von Hebammen stattfinden. Eine medizinische Versorgung von Kranken ist in dem Gesundheitszentrum mangels Räumlichkeiten und ausgebildetem Personal leider noch nicht möglich. Doch die Dorfgemeinschaft setzt sich dafür ein, dass die Geburtsstation Bonsoumnoré schnellstmöglich zu einem richtigen CSPS ausgebaut wird.

SEWA unterstützt die Menschen in Bonsoumnoré bei ihrem Engagement für eine bessere Gesundheitsversorgung. Am 11. März 2013 wurde in der Geburtsstation eine Solaranlage installiert. So steht den Hebammen nun bei ihrer Arbeit eine ausreichende Beleuchtung zur Verfügung. Das Risiko, dass es bei nächtlichen Geburten zu Komplikationen mit lebensgefährlichen Folgen für Mutter und Kind kommt, kann dadurch deutlich verringert werden. Das Projektbudget in Höhe von 1.500 Euro wurde von Bernd Deutschmann, den Gästen seiner Geburtstagsfeier im Dezember 2012 sowie vom Weltladen in Rothenburg ob der Tauber gespendet. Außerdem stellte der deutsche Solarmodulhersteller SolarWorld kostenlos ein Solarpaneel für das Projekt zur Verfügung.

  

  

Weitere Photos von der Elektrifizierung der Geburtsstation in Bonsoumnoré

Yéral Dicko lernt Partnerschulen in Lörrach, Wuppertal und Düsseldorf kennen

Auch der zweite Teil der Deutschlandreise von Yéral Dicko führte zu vielen interssanten Begegnungen. Bei einem Besuch in Lörrach lernte er die Schüler, Lehrer und Eltern kennen, die sich für eine Solaranlage auf dem Dach der Freien Evangelischen Schule Lörrach engagiert haben. Mit den Einnahmen aus diesem Projekt konnte auch eine Solaranlagen in der burkinischen Schule Debere-Ling finanziert werden. Bei der Besichtung der 11-kWp-Anlage in Lörrach erfuhr Yéral Dicko, wie die Schüler mit einem schweißtreibenden Spendenlauf und vielen weiteren Aktionen das Projekt ermöglicht hatten. Auch war Yéral Dicko einen ganzen Schultag in verschiedenen Klassen von Stufe 7 bis 11 zu Besuch. Er berichtete von seinen letzten Reisen zu der Partnerschule Debere-Ling und erzählte den Schülern vom Schulalltag in einer burkinischen Grundschule. Das Interesse der Schüler war enorm und sie hatten sehr viele Fragen an Herrn Dicko. Worauf schreiben die Schüler in der Schule? Gibt es in der Schule auch Sportunterricht? Wie sehen in der Schule die Toiletten aus? Was für Kleidung tragen die Schüler? Wie sehen die Wohnhäuser aus? Welche Religion haben die Menschen in Debere-Ling? Wie ist das Familienleben in Burkina Faso? Gibt es Polygamie? Bei einem Besuch im Musikunterricht erzählte Herr Dicko den Schülern von der Bedeutung von Musik in der burkinischen Gesellschaft. Er erklärte, wie die traditionelle Musik in Familien von Generation zu Generation weitergegeben wird und was die Hintergründe bestimmter Tanzrituale sind.

  

Ein weiterer Besuch bei einer unserer Partnerschulen führte Herrn Dicko nach Wuppertal an die Gesamtschule Else Lasker-Schüler. Hier wurde er von der Schulleiterin Dorothee Kleinherbers-Boden und der Lehrerin Marina Palm herzlich empfangen. Schon bei einer Besichtigungstour durch die Gebäude der Schule kam er mit vielen Schülern und Lehrern ins Gespräch. Als er dann in einigen Klassen im Unterricht zu Besuch war, reichte die Zeit nicht aus um alle Fragen der Schüler zu beantworten. Einige Schüler schrieben ihre Fragen deshalb auf Zettel und baten Herrn Dicko um eine Antwort per Email. Die Else Lasker-Schüler Gesamtschule möchte die Partnerschaft mit dem burkinischen Dorf Karaba weiter fördern und sich auch in Zukuft für einen kulturellen Austausch zwischen Burkina Faso und Deutschland engagieren. Dazu gibt es bereits viele Ideen, von einem Filmfestival für Schüler bis zu einem Schüleraustausch. Die Realisierung diese Pläne birgt große Herausforderungen, doch ein Ziel zu haben ist schonmal ein guter Anfang.

Nach einem anstrengenden Schultag blieb zum Glück auch noch Zeit für eine Fahrt mit der Wuppertaler Schwebebahn. Generell haben die öffentlichen Verkehrsmittel in Deutschland Herrn Dicko sehr beeindruckt. Ob ICE oder U-Bahn, die Effizienz des schienengebundenen Personentransports wurde ihm sehr schnell deutlich. Auch wenn die Deutsche Bahn unter Einheimischen nicht gerade für ihre Pünktlichkeit berühmt ist, so ist allein die Existenz eines minutengenauen Fahrplans für einen Burkinabe erstaunlich. Mit der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel sind aber natürlich auch einige Fußwege verbunden. Zusammen mit dem kalten Winterwetter machte dies die Reise für Herrn Dicko teilweise anstrengend. In Ouagadougou nutzen die meisten Menschen Mofas und Motorräder und man fährt üblicherweise direkt von Haustür zu Haustür. Außerdem sind mehrstöckige Häuser in Ouagadougou noch relativ selten. "In den drei Wochen in Deutschland bin ich mehr gelaufen, als in den letzten drei Jahren in Burkina!", stellte Herr Dicko fest.

  

Weitere Stationen auf der Reiseroute waren ein Besuch am Humboldt-Gymnasium Düsseldorf, dem Spender für die Solaranlage in Saya, und ein Treffen mit den SEWA-Mitgliedern Gero Trost, Stefan Haussner und Nils Goldbeck in Köln. Nach einem privaten Besuch in Belgien ging es dann weiter nach Karlsruhe/Ettlingen, wo in der Ausländerbehörde noch die Visaformalitäten erledigt werden mussten.

Am 26. Januar startete Yéral Dicko schließlich vom Flughafen Frankfurt in Richtung seines Heimatlandes. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Menschen bedanken, die daran beteiligt waren, dass er so viele schöne Erinnerungen aus Deutschland mitgenommen hat. Die Projekte unseres Vereins werden mich Sicherheit davon profitieren, dass Yéral Dicko nun auch die deutsche Seite unserer Entwicklungszusammenarbeit kennengelernt hat.

Projektreferenz: 

SEWA in der Presse

Über die Treffen von SEWA mit wichtigen Spendern und Unterstützern während des Deutschlandbesuchs Yéral Dickos, Projektmanager in Burkina Faso, wurde auch in der Presse berichtet.

Lesen Sie hier was Janina Janka im Münchner Merkur vom 22. Januar über das gemeinsame Projekt mit der Pfarrei St. Nikolaus berichtete.

Ebenfalls am 22. Dezember veröffentlichte auch "Die Oberbadische" einen Artikel über die Zusammenarbeit mit der Freien Evangelischen Schule in Lörrach. Der Artikel ist online hier verfügbar.

 

(Anmerkung: Das Foto einer burkinischen Grundschulklasse im Münchner Merkur stammt nicht aus Gankouna, sondern aus Pougouzaibaogo, einem Dorf im Norden Burkina Fasos, in dem SEWA ebenfalls zwei Grundschulen elektrifiziert hat. Mehr Fotos aus Gankouna finden Sie auf Flickr)

 

Projektreferenz: 

Besuch aus Burkina Faso

Yéral Dicko, Projektmanager für SEWA in Burkina Faso, ist derzeit auf einer dreiwöchigen Deutschlandreise – seiner ersten Reise nach Europa überhaupt. Neben ein wenig Sightseeing in Berlin stehen vor allem Besuche bei besonders interessierten Partnern von Sonnenenergie für Westafrika e.V. auf dem Programm.

Seit 2002 ist Yéral Dicko bei SEWA in Burkina Faso aktiv. Er hat die Entwicklung der Elektrifizierungsprojekte maßgeblich mitgestaltet und besonders seit SEWA 2008/2009 seinen Freiwilligendienst eingestellt hat, nimmt er eine tragende Rolle in der Durchführung und Dokumentation der Projekte ein. Trotz des für ihn ungewohnt kalten Klimas konnte sich er sich bereits in den ersten zwei Wochen mit vielen wichtigen Unterstützern treffen. So besuchte er gemeinsam mit Ben Graepel eine Solarmodulfabrik der Firma SolarWorld, die SEWA seit Jahren mit Materialspenden  unterstützt. Für beide war es sehr spannend einmal erleben zu dürfen, wie die Module hergestellt werden, die später unter anderem in burkinischen Schulen und Krankenstationen für elektrischen Strom sorgen werden.

In München besuchte Yéral Dicko zusammen mit SEWA-Vorstand Jan Sonntag das Gymnasium Fürstenried, das seit mehr als einem Jahrzehnt Elektrifizierungsprojekte von SEWA in Burkia Faso unterstützt. Für Yéral Dicko war es etwas ganz besonderes, endlich die Schulgemeinschaft persönlich kennenzulernen, die die Finanzierung für die Solaranlagen von 11 Schulen und 6 Krankenstationen in Burkina Faso aufgebracht hat und damit einer der wichtigsten Spender des Vereins ist. In Gesprächen mit der Burkina Faso Gruppe sowie bei Präsentationen für die Schüler der  5. und 12. Klassen stellten die beiden SEWA-Vertreter die Projekte in Burkina Faso vor; vor allem aber hatten die Schüler die Gelegenheit, Yéral Dicko einmal ganz direkt alle ihre Fragen, zu Burkina Faso, zu ihm selbst und zu SEWA zu stellen. Dabei freuten sich die beiden Gäste über das große Interesse der Schüler, die viele Fragen stellten und sich auch nach der Präsentation noch um Yéral Dicko ringten. Zum krönenden Abschluss durfte SEWA einen Check über  11.000 Euro von der Burkina Faso Gruppe des Gymnasiums entgegennehmen.  Das Geld wurde durch Spendenaktionen der Gruppe eingenommen und wird nun für neue Projekte in Burkina Faso verwendet werden.

Auch die Jugendrunde der Pfarrgemeinde St. Nikolaus nutzte Yéral Dickos Deutschlandaufenthalt als Gelegenheit um ihn zu einer Abendveranstaltung mit etwa 40 Interessierten Gemeindemitgliedern und Gästen einzuladen. Die Gemeinde hatte es bereits im vergangenen Jahr geschafft, der Grundschule in Gankouna eine Solaranlage zu finanzieren. Nun ist dank der engagierten Gemeinde erneut genug Geld zusammengekommen, um auch der Schule in Digatao die Installation einer Solaranlage durch SEWA zu ermöglichen. Zusammen mit den SEWA-Vorständen Philip Mewes und Jan Sonntag stellte Ýéral Dicko die beiden Projekte vor und stellte sich den Fragen des interessierten Publikums.

Damit ist die Deutschlandtour jedoch noch nicht beendet. Bald informieren wir Sie an dieser Stelle über den zweiten Teil der Reise.

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